Gäbe es das Imposter-Syndrom, wenn wir ein Grundeinkommen hätten?
Der dritte Newsletter zum Podcast "Das habe ich mir selbst erarbeitet"
In der neuen Folge spreche ich mit Donato De Tullio. Mit 27 kam er aus Italien nach Deutschland, promovierte in innovativer Materialchemie und arbeitet heute führend in der Logistiksteuerung – mit einem Gehalt von 8.000 € brutto.
Trotz dieses Werdegangs kennt er das Impostor-Gefühl gut. Eine seiner wichtigsten Lernerfahrungen: Wer nicht nach Geld fragt, bekommt es auch nicht.
Hier zur Folge:
Doch ist das Imposter Syndrom wirklich nur eine individuelle Frage von Selbstbewusstsein?
Die Studie „Impostorization in Academia, Psychological Distress, and Class Reproduction“ von Jo Phelan zeigt: Studierende aus niedrigeren sozialen Herkunftsschichten fühlen sich deutlich häufiger als „Hochstapler*innen“. Diese Gefühle hängen mit Abwertungserfahrungen, psychischer Belastung – und einer geringeren Wahrscheinlichkeit, ihr Studium fortzusetzen – zusammen.
Was also, wenn das Imposter-Syndrom weniger ein persönliches Problem ist – und mehr ein Klassenphänomen?
Und weitergedacht: Was würde passieren, wenn ein Grundeinkommen den finanziellen Druck und die Klassenabhängigkeit verringern würde?
Dazu gibt es diesen Monat eine Premiere auf Patreon: die erste exklusive Bonusfolge mit Sandra. Sie ist Autorin, ehrenamtliche Geschäftsführerin von UBI4ALL (einer internationalen Grundeinkommensinitiative) und arbeitet im Marketing – angestellt wie freiberuflich. In dieser Folge spricht Sandra u.a. darüber warum ein Grundeinkommen unseren Selbstwert in Abhängigkeit von Geld und damit unabhängig vom Kontostand grundlegend verändern würde.
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Außerdem kannst du dort bereits die nächste reguläre Folge hören: mit Jana, die in einer gemeinsamen Ökonomie lebt. Menschen legen dort Einkommen und Vermögen zusammen und entnehmen nach Bedarf – unabhängig davon, was sie selbst einzahlen.

